Waldinventur - was passiert da?
Liebe Waldinteressierte,
das „Forsteinrichtungswerk (FEW)“ ist ein Zehnjahresplan, der die Waldbehandlung und die Bewirtschaftung des Waldes für diesen Zeitraum beschreibt.
Die Zehnjahresplanung (FEW) in Neckargemünd (2016-2025-) wurde um ein Jahr verlängert und ist somit erst Ende 2026 abgeschlossen. Die nächste Zehnjahresplanung wird derzeit vorbereitet. Zunächst wird eine Betriebsinventur durchgeführt. Beauftragt wird diese durch die Kommune bei der Landesforstverwaltung (LFV), Forstdirektion Freiburg. Die Datenaufnahme und –zusammenstellung erfolgt nach Ausschreibung dann durch ein von der Forstdirektion beauftragtes Unternehmen.
Die Inventur im Neckargemünder Wald stellt aufgrund der Größe des Waldgebietes (761,9 ha Holzboden) eine „temporäre Stichprobeninventur“ dar. Bei größeren Wäldern (ab 1500 ha) wird eine aufwändigere sogenannte „permanente Stichprobe“ durchgeführt. Der Leiter des Kreisforstamtes, Herr Robens, hat uns dankenswerter Weise zwei kurze Informationsblätter überlassen, die das allgemeine Verfahren, die Methoden, die Kosten und erwartbaren Ergebnisse für beide Formen der Inventur darstellen. Sie finden diese unter folgendem Link:
Wir fassen einige Aspekte zur temporären Betriebsinventur zusammen:
Es wird ein systematisches Netz etabliert mit ca. einem Stichprobenpunkt pro 2 ha. Gemessen werden am Stichprobenpunkt allgemeine Daten wie der Waldentwicklungstyp, und einzelbaumbezogene Daten wie z.B. die Baumarten, Durchmesser, Höhe, Alter. Es werden auch Schadmerkmale wie z.B. ein Wildverbiss oder auch Rücke- und Fällschäden aufgenommen. Interessant werden für die Neckargemünder Kommune weiterhin Daten bezüglich ökologischer Indikatoren für den Waldzustand sein, wie z.B. Bodenvegetationstyp, Anzahl an Habitatbäumen oder auch die Menge an Totholz.
Und was kostet das Ganze? Ein Drittel muss die Kommune berappen. Zwei Drittel werden vom Land übernommen. Genaueres zu den Kosten können Sie dem schon genannten Informationsblatt der Forstbehörde auf dieser Website entnehmen.Auf der Grundlage der erhobenen Daten und auf der Grundlage der von der Kommune vorgegebenen Zielvorstellungen für die Waldentwicklung der nächsten 10 Jahre entsteht dann das neue Forsteinrichtungswerk.